Info/Demo *Wir stehen zusammen – Solidarität mit der Lu15 und den zwei vom Landgericht*

14.02.2020 | Sternplatz
17:30 Uhr Kundgebung
19:00 Uhr Demo

„Am 04.02.2020 wurde eine Privatwohnung und das Wohnprojekt Lu15 in Tübingen durchsucht.

Insbesondere in der Lu15 trat die Polizei dabei sehr gewalttätig auf und hielt sich in keinster Weise an angeblich geltende Gesetze. Der Durchsuchungbeschluss wurde erst, nachdem vermummte und bewaffnete Polizist*innen längst im gesamten Haus verteilt waren und nach mehrmaligem Drängen kurz vorgezeigt. Menschen wurden zu Boden geworfen, es wurden Zimmer durchsucht, für die es keinen Beschluss gab und eine Brandschutztür zerstört, obwohl ein Schlüssel angeboten wurde. Weiteres zur Hausdurchsuchung findet ihr hier: lu15[punkt]de

Als Grund für den ganzen Terz wurde die Festnahme von zwei unserer Freund*innen am Landgericht in Tübingen in der vorherigen Nacht genannt. Vorgeworfen wird ihnen eine versuchte (!) Sachbeschädigung.

Nachdem die beiden Gefährt*innen schon zu Beginn ihrer Festnahme erklärten, dass sie keine Aussage machen wollen, wurden beide stundenlang verhört. Unter anderem auch von Staatsschutz und Kriminalpolizei. Das allein ist schon kein übliches Vorgehen bei einer solchen Art des Tatvorwurfs. Darüber hinaus wurde über verschiedene Wege versucht, Aussagen zu erzwingen. Die Gefährt*innen wurden sofort voneinander getrennt und erhielten keine Auskunft über den Verbleib der anderen Person. Der Haftarzt, welcher die Hafttauglichkeit der Festgenommenen bestätigen musste, nahm die physischen und psychischen Beschwerden von zumindest einer Person in keinster Weise ernst. Gleich im Anschluss wurde die Festgehaltene an einen anderen Ort gebracht, ohne Auskunft darüber zu erhalten, wo sie sich befindet. Bei den Verhören wurden beide mehrfach und über längere Zeiträume hinweg verbal bedroht und lautstark angeschrien. Dazu wurde das Drohszenario eröffnet, dass bei weiterer Aussageverweigerung die Beschuldigten erst in ein paar Wochen einem Haftrichter vorgeführt und bis dahin festgehalten würden. Weiter wurde angedroht, den Festgenommenen sage und schreibe 45 Sachbeschädigungen innerhalb der letzten Jahre anzulasten, sollten diese nicht beginnen mit der Polizei zu “kooperien”.

Als die Gefangene gezwungen wurde, sich für Durchsuchungen und Untersuchungen zu entkleiden, wurde die einzig anwesende weibliche Polizistin aufgefordert, den Raum zu verlassen, sodass sie mit zwei männlichen Beamten allein zurück blieb. Auch ärztlich verschriebene und dringend benötigte Medikamente wurden ihr verweigert.

Die Gefährt*innen waren über viele Stunden der Gewalt und dem Sadismus der Polizist*innen ausgesetzt. Diverse Grundrechte wurden ihnen entzogen.

Doch trotz aller Schikanen haben beide keine Aussage gemacht!

Ihnen gilt ganz besonders unser Respekt und unsere Solidarität!

Diese Polizeiaktion war ein massiver Angriff auf linke Strukturen, ein Angriff auf die Privaträume diverser Personen und vor allem ein Angriff auf zwei von uns!

Das Ausmaß der Gewalt seitens der Büttel lässt vermuten, dass hier der Frust über das Ausbleiben von Fahndungserfolgen in den letzten Jahren verarbeitet wurde.

Dieser Angriff des Staates hätte alle treffen können, die ihn auch nur im Geringsten kritisieren oder hinterfragen. Getroffen hat es zwei, gemeint sind wir alle! Aber keine*r steht alleine! Wir werden das Erlebte und das, was noch kommt, gemeinsam durchstehen! Wir werden die beiden Gefährt*innen bei ihren voraussichtlich anstehenden Prozessen und darüber hinaus mit allen Möglichkeiten unterstützen.

Auch war dieser Angriff kein Einzelfall. Schon seit langer Zeit geht die Polizei, unterstützt und gedeckt durch Politik und Justiz, gegen Linke und ihre Strukturen vor. Dabei ist es irrelevant, ob die Polizei sich an bestehende Gesetze hält oder nicht, da die Geschichte und die letzte Zeit sowieso gezeigt haben, dass die Gesetze an die Wünsche, Vorstellungen und das Verhalten der Polizei angepasst werden. Die Problematik wird weiter dadurch verschärft, dass in letzter Zeit immer mehr rechte Tendenzen und Strukturen innerhalb der Polizei aufgedeckt werden.

Doch auch wenn sie alles daran setzen uns klein zu machen: Wir werden niemals aufgeben! Wir werden für ein gutes Leben für alle einstehen, egal was kommt!

Kommt zur Demo, um eure Unterstützung mit den Betroffenen zu zeigen.

Solidarität und Glück für die zwei vom Landgericht und die Lu15!

14.02.2020 | Sternplatz
17:30 Uhr Kundgebung
19:00 Uhr Demo

Wir wünschen uns eine große, bunte und ausdrucksstarke Demo, die offen für alle sein soll, die uns unterstützen. Lasst bitte eure Parteifahnen zu Hause!

Lu15 and friends“

https://lu15.de/2020/02/08/wir-stehen-zusammen-solidaritaet-mit-der-lu15-und-den-zwei-vom-landgericht

Von Kobanê bis nach Tübingen: Solidarität mit Rojava-Veranstaltungswoche vom 20.-25.01.2020

Am 20. Januar 2020 jährt sich der Beginn der völkerrechtswidrigen türkischen Angriffe auf Afrin, einer von drei selbstverwalteten Kantonen in Nord-und Ostsyrien, zum zweiten Mal. Seit 2014 baut die kurdische Partei der Demokratischen Union (kurz PYD) dort ein alternatives Gesellschaftsmodell basierend auf Frauenbefreiung, Selbstbestimmung und Ökologie auf, das seitdem unter dem Namen „Rojava“ bekannt ist. Die Angriffe erreichten am 9. Oktober 2019 einen erneuten Höhepunkt, als türkische Truppen ihre Angriffe offiziell auch auf andere Teile Rojavas ausweiteten. Hunderte getötete Zivilisten und Zivilistinnen sowie hunderttausende Menschen auf der Flucht sind die schreckliche Folge. Während international oftmals der Eindruck entsteht, das Gesellschaftsmodell Rojava neige sich dem Ende zu, setzt man vor Ort alles daran, die erkämpften Werte zu verteidigen. Anlässlich dessen findet vom 20. bis 25. Januar 2020 eine Veranstaltungswoche in Tübingen und Reutlingen statt, in der die Solidarität mit dem erbitterten Widerstand der Menschen in Rojava ausgedrückt werden soll. Während aller Veranstaltungen werden Spenden gesammelt. Die Einnahmen werden zur Finanzierung der Solidaritätswoche genutzt und sämtliche Überschüsse an medizinische und humanitäre Hilfsorganisationen in Nord- und Ostsyrien weitergeleitet.

 

Montag, den 20.01.2020:

A. Rojava – Basisdemokratie und Selbstverwaltung in Syrien

Ort: Epplehaus, Tübingen; Zeit: 19:00 Uhr Einlass, 20:00 Uhr Veranstaltungsbeginn

In Rojava – einer Region in Nord-Syrien, wird versucht, eine Selbstverwaltung aufzubauen und über alle Belange des täglichen Lebens auf basisdemokratische Weise zu entscheiden. In den gewählten Räten, die die Entscheidungen treffen, wird darauf geachtet, dass Frauen mit mindestens 40% vertreten sind, und auch alle Ethnien, Religionen und gesellschaftlichen Gruppen repräsentiert sind, so dass nicht eine Mehrheit die Minderheit beherrscht. Im Vortrag sollen folgende Fragen geklärt werden: Wie kam es zu dieser Selbstverwaltung? Was ist demokratischer Konföderalismus? Wie hat sich die Selbstverwaltung entwickelt? Und was hat das alles mit uns zu tun?

B. Jineolojî – Wissenschaft der Frauenrevolution

Ort: Kulturschock Zelle e.V., Reutlingen; Zeit: 19:30 Uhr

In Nord- und Ostsyrien wird seit 2012 eine Revolution verwirklicht, die die Frauenbefreiung zur Grundlage macht und eine kommunal basierte (Basis-)Demokratie nach dem Konzept des Demokratischen Konförderalismus aufbaut. Frauen sind in gesellschaftlichen Bereichen führend, in allen politischen Gremien gleich beteiligt und haben zudem autonome Strukturen. Die Jineolojî wurde aus den Erfahrungen der Kurdischen Bewegung und unter Einbeziehung feministischer Wissenschaftskritik als radikale Wissenschaft der Frau entwickelt. Geschichte, Gegenwart und Zukunft werden aus einem nicht patriarchalen Blickwinkel betrachtet, neu gedacht und so Lösungsvorschläge für die Fragen auf dem Weg zum Aufbau der befreiten Gesellschaft entwickelt. Auch in Europa, in Lateinamerika und an weiteren Orten wird mit der Jineolojî gearbeitet. Was bedeutet Jineolojî hier für uns?

 

Dienstag, den 21.01.2020:

Jineolojî – Wissenschaft der Frauenrevolution

Ort: Demokratisches Kurdisches Gesellschaftszentrum e.V., Pliensaustr. 29, 73728 Esslingen; Zeit: 19:30 Uhr

(Für nähere Infos: siehe Text Montag)

 

Mittwoch, den 22.01.2020:

Frauenwiderstand und Solidarität in Kurdistan

Ort: Schellingstrasse 6, Tübingen, Zeit: 18:30 Uhr

Um 18:30 Uhr laden wir zunächst alle FLINT* zum offenen Women Defend Rojava-Treffen der Lokalgruppe Tübingen ein. Anschließend zeigen wir ab 20 Uhr einen Film über die Geschichte des Frauenwiderstandes in der kurdischen Bewegung: Von Sakine Cansiz und Leyla Zana über den Gefängniswiderstand während der türkischen Militärdiktatur bis hin zur Frauenguerilla und der YPJ: Repression, Frauenwiderstand, Liebe, Solidarität und der Kampf entschlossener Frauen für eine andere Gesellschaft jenseits von Patriarchat und Kapitalismus. (Dauer: 53 Minuten, in Kurdisch/Französisch/Englisch mit englischen Untertiteln). Währenddessen wird es vegane Küfa geben. Außerdem sind die Hausbar und ein Cocktailstand mit Soli-Shots geöffnet.

 

Donnerstag, den 23.01.2020:

Krieg und Utopie in Rojava – Reisebericht aus Nord- und Ostsyrien

Ort: Kulturschock Zelle e.V., Reutlingen; Zeit: 19:30 Uhr

Seit einigen Wochen ist in den Nachrichten nichts mehr von dem erneuten Ausbrechen eines Krieges in Nord- und Ostsyrien zu hören. Nachdem die Türkei die Region angegriffen hat, um das Grenzgebiet unter ihre Kontrolle zu bringen, scheint es, als hätte sich die Lage beruhigt. Es wird das Bild vermittelt, durch die Interventionen und diplomatischen Bemühungen Russlands und der NATO sei es wieder friedlich. Aber ist das tatsächlich so? Wer wird dort eigentlich angegriffen? Und was für eine Gesellschaft lebt und kämpft in Rojava? Wir laden ein zu einem aktuellen Überblick über die Lage im Norden und Osten Syriens. Eine feministische Aktivistin, die vor einigen Wochen nach Deutschland zurückgekehrt ist, berichtet.

 

Freitag, den 24.01.2020:

Solikonzert

Ort: Gartenstraße 7, Tübingen; Zeit: 19:00 Uhr

Bevor wir am Samstag auf den Straßen selbst unsere Stimmen erheben, möchten wir am Vorabend bunten Klängen aus aller Welt lauschen. Dafür haben wir verschiedene Künstler*innen aus unterschiedlichen Genres in die Gartensia eingeladen. Zuvor wird es einen Vortrag zum Thema „Die wahren Verlierer*innen des Kriegs“ geben.

 

Samstag, den 25.01.2020:

Demonstration: Riseup4Rojava

Ort: Marktplatz, Tübingen; Zeit: 14:00 Uhr

Zum Ende der Woche tragen wir unsere Solidarität mit den Menschen in Rojava auf die Straße. Wir werden lautstark und kämpferisch durch die Stadt ziehen, um auf die Situation in Nord- und Ostsyrien aufmerksam zu machen. Bringt Transparente, Schilder und eure Stimmen mit und lasst uns gemeinsam für eine befreite Welt demonstrieren.

Bundesfreiwilligendienst im Epplehaus

Das Jugendzentrum Epplehaus in Tübingen bietet ab dem 01.03.2019 eine Stelle im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes. Wir suchen für ein halbes Jahr eine_n einsatzfreudige Bewerber_in ab 18 Jahren. Der Besitz eines Führerscheins, generelle handwerkliche Vorkenntnisse auch im Bereich der Veranstaltungstechnik und grundlegende PC-Kenntnisse sind von Vorteil, aber nicht zwingend erforderlich.
 
Wir bieten : einen abwechslungsreichen Arbeitsplatz mit viel Eigenverantwortung, die Möglichkeit zum Erwerb von Kompetenzen in den Bereichen: Büroarbeiten, Homepagebetreuung, Grafikbearbeitung, handwerkliche Tätigkeiten, hausmeisterliche Tätigkeiten, Veranstaltungsbetrieb…
Teilbereiche des Aufgabenfelds können an die individuellen Fähigkeiten der/des Bewerber_in angepasst werden.
 
Wir freuen uns auf deine Bewerbung!
E-mail an: team@epplehaus.de

Solidarität mit dem DemoZ in Ludwigsburg!


„Zum Hintergrund:
 
Das Demokratische Zentrum Ludwigsburg – Verein für politische und kulturelle Bildung (DemoZ) existiert seit 1980 und ist ein selbstverwaltetes soziokulturelles Zentrum mit vielfältigen Angeboten in den Bereichen Kultur und Politik. Das Jahresbudget liegt unter 50.000 Euro und setzt sich aus Mitgliedsbeiträgen, Spenden und staatlichen Zuschüssen zusammen. Die kulturellen Angebote des DemoZ reichen von Konzerten mit Nachwuchsbands über Kabarett- und Theaterabende und Sportgruppen bis hin zu Ausstellungen, Filmvorführungen und Lesungen. Politisch setzt sich das DemoZ unter anderem gegen Rassismus und Antisemitismus sowie für eine solidarische, gleichberechtigte und soziale Gesellschaft ein. In der Satzung des Vereins heißt es: „Der Verein setzt sich für die Demokratisierung der Gesellschaft und die Gleichberechtigung und Selbstbestimmung aller Menschen ein. Er dient der Volksbildung und der Förderung einer offenen demokratischen Diskussion und versucht, konkrete Probleme unserer Gesellschaft sichtbar und öffentlich diskutierbar zu machen.“
 
Das Finanzamt wirft dem DemoZ vor, die in der Abgabenordnung als gemeinnützig anerkannten Zwecke der Förderung von Kultur und (politischer) Bildung nicht „in geistiger Offenheit“ zu verfolgen.“
 
https://www.demoz-lb.de/2019/11/11/pressemitteilung-kulturzentrum-in-ludwigsburg-verliert-gemeinnuetzigkeit

Gegendemo AfD in Burladingen am Samstag

Es gibt kein ruhiges Hinterland!

Zu den Protesten rund um die AfD-Veranstaltung in Burladingen, gibt es eine gemeinsame Zuganreise aus Tübingen:

Zugtreffpunkt Tübingen
DATUM: Sa, 09.02.2019
ZEIT: 11:15 Uhr
ORT: HBF Tübingen

Nehmt Eure Freund*innen mit +++ Druckt den Flyer aus und verteilt ihn +++ Alle gemeinsam gegen die AfD!

Hier der Aufruf der Antifaschistischen Aktion [Aufbau] Tübingen:

Am Samstag, 09.02.2019 planen einige Rechtsausleger aus der AfD eine Veranstaltung in Burladingen (Zollernalbkreis) abzuhalten. Die VeranstalterInnen können dem sog. „Flügel“ um Björn Höcke zugerechnet werden und sind in Baden-Württemberg als ErstunterzeichnerInnen des „Stuttgarter Aufrufs“ bekannt. Es handelt sich dabei vor allem um das offen faschistische Segment der rechtspopulistischen Partei, welche mithilfe völkischer Rhetorik einerseits zu provozieren und gleichzeitig die konsequente Umsetzung des parteipolitischen Programms der AfD versucht.
Dabei sind diese Figuren mit Nichten als Hardliner Ihrer Partei zu verkennen. Vielmehr entblößt sich in deren Ausschweifungen das menschenfeindliche Potential der sog. „Alternative für Deutschland“ in unverblümter Art und Weise und bringt neben völkischen Rassismus und Antisemitismus auch zu Tage, das weite Teile der Gesellschaft aber auch gar nichts von der AfD zu erwarten haben. Als Arbeitnehmer*innen profitieren wir in keinster Weise von der AfD! Im Gegenteil: Durch Kürzungen von Sozialleistungen, Erhöhungen der Steuern für die Klasse der Lohnabhängigen bei gleichzeitigem wirtschaftlichen Protektionismus würde sich unsere Lage noch weiter verschlechtern.
Mit Christina Baum als Rednerin steht die Anmelderin einer Demo in Kandel auf der Rednerliste, auf welcher offene Faschisten den Schulterschluss mit Rechtspopulisten und einigen Teilen der Bevölkerung mimen. Geeint und koordiniert wird dies von der AfD, als Motor der aktuellen Rechtsentwicklung unserer Gesellschaft und als Profiteur dessen gleichermaßen.
Nicht nur durch die dezentrale Lage von Burladingen, erhoffen sich die Verantwortlichen einen reibungslosen Ablauf ihrer Veranstaltung. Es ist kein Zufall wenn sich der Blick der VeranstalterInnen auf diesen Ort richtet, nachdem sie in Ulm abgeblitzt sind: Der Bürgermeister Harry Ebert besitzt als ehemaliger Polizist mittlerweile ein Parteibuch der AfD, wurde er doch als parteiloser Kandidat in sein Amt gewählt.
Im Zuge der bevorstehenden Europa- und Kommunalwahlen versucht die AfD sich nun auch auf lokaler Ebene zu festigen, um dort eine weitere Bühne für ihre blau-braune Hetze zu nutzen.

Somit steht fest: Rechte Hetze werden wir auch in Burladingen nicht dulden! Wir wollen den Rechten dort wo sie auftreten entschlossen begegnen und müssen uns dem Rechtsruck entgegenstellen wo auch immer dieser Ausdruck findet. Wir werden die Proteste vor Ort unterstützen.
Dem Rassismus keinen Raum und den Hetzern keine Ruhe!

antifaaufbautue.blogsport.de

Aufruf gegen den AfD Neujahresempfang

Aufruf gegen den AfD Neujahresempfang

Am 08.02.2019 ist es wieder soweit: Der AfD – Kreisverband Reutlingen lädt zum fünften mal in Folge zum Neujahrsempfang in den städtischen Spitalhof. Auch in diesem Jahr ist damit zu rechnen, dass dieses Event der rechten Szene in Reutlingen und Umgebung erneut zur Vernetzung zwischen Parteifunktionären und rechten Kräften jeglicher Couleur dienen wird. Wieder mal ein Anlass unseren Protest gegen
diese Partei und deren Ideologie auf die Straße zu tragen!

Gemeinsam und solidarisch!

Lasst uns also der AfD gemeinsam und entschlossen entgegen treten! Wir sind mit allen solidarisch, die ihren Protest gegen die AfD am Tag des AfD-Neujahrsempfangs auf die Straße tragen. Dabei ist
uns ein kreativer und vielfältiger Ausdruck wichtig, denn jede*r soll Teil unseres Protests sein können!

Gegen die „Alternative für Deutschland“!

In Zeiten in denen die AfD nunmehr in allen Landtagen vertreten ist, ist es besonders wichtig wiederholt darauf aufmerksam zu machen, dass die AfD keine gewöhnliche Partei ist. Sie ist in großen Teilen nicht weniger rechtsextrem als die NPD oder die sogenannte „Identitäre Bewegung“, doch verpackt sie dies deutlich geschickter. Sogar der „Verfassungsschutz“ hält es mittlerweile für opportun, eine „Beobachtung“ der AfD in den Raum zu stellen und bei den Jungen Alternativen in Teilen zu praktizieren.
Die AfD ist eine Partei, die rassistische und menschenverachtende Anschauungen vertritt und verbreitet. Sie hetzt gegen all jene Menschen, die nicht in ihr rückwärtsgewandtes Weltbild passen,
egal ob Geflüchtete, Menschen anderen Herkunft oder Hautfarbe. Auch ist sie sicher keine Partei „des kleinen Mannes“. Dazu reicht ein kurzer Blick in ihr Wahlprogramm. Hier wird maßgeblich
Politik für Konzerne vorgestellt. Ganz egal sind die Belange sozial benachteiligter oder armer Menschen. Darüber hinaus wird öffentlich versucht, die AfD als Partei der Frauenrechte zu etablieren, aber sie ist in ihrem Frauen- und Familienbild zutiefst sexistisch und frauenverachtend.
Die Rechte der Frau sind für die AfD nur so lange von Interesse, wie sie diese gegen „Ausländer“ verteidigen können. Sie wollen ein Verbot von Abtreibungen und diskreditieren somit jedes Recht einer Frau auf individuelle Selbstbestimmung. Sexistisch ist ebenso der Hass auf Schwule, Lesben, Trans- und Intersexuelle Menschen.

Gründe gibt es viele, um auch in Reutlingen gegen die AfD auf die Straße zu gehen. Jede*r von uns hat seine persönlichen. Lasst uns diese Gründe bündeln und in einem gemeinsamen und solidarischen Protest auf die Straßen Reutlingens bringen!

Kommt alle zur Demonstration und der anschließender Kundgebung!
Erzählt es euren Bekannten, Kolleg*innen, Freund*innen und Familien!

Der AfD kein städtisches Gebäude und auch keines sonst!
Für ein gutes Leben für alle Menschen!

Demonstration: Freitag, 08.02.2019 17:00 Uhr Hauptbahnhof
Kundgebung: Freitag, 08.02.2019 18:00 Uhr Marktplatz

Ernst & Karola Bloch Woche / AlDi

Nächste Woche ist Ernst und Karola Bloch Woche!
Wir sind am Donnerstag selbst mit einem Stand beim Alternativer Dies Universitatis (AlDi) im Clubhaus (Wilhelmstraße 30) – schaut auf einen Kaffee oder Tee vorbei!
Pünktlich zum Semestereinstieg gibt es die ganze Woche über zahlreiche Vorträge, Filme und Workshops u.A. zu den Themen Feminismus, Rassismus, Hausbesetzungen und Kapitalismus.
https://www.facebook.com/BlochWochen/events
https://www.stura-tuebingen.de/bloch-woche

Aufruf: Landesweite Demonstration am 13. Oktober in Karlsruhe

Unter dem Motto „Gegen nationalistische und rassistische Hetze! Stoppt den Wettlauf zur Ausgrenzung und Entrechtung! Gleiche Rechte und ein gutes Leben für Alle !“ ruft das Antirassistische Netzwerk Baden-Württemberg zu einer landesweiten Demonstration am Samstag, den 13. Oktober in Karlsruhe auf. Beginn ist 14 Uhr am Bahnhofsvorplatz Karlsruhe. Das Bündnis Bleiberecht Tübingen ruft zur Teilnahme an dieser Demonstration auf.
Gemeinsame Abfahrt ab Hbf. Tübingen: 11:37 Uhr (Gleis 2).
Treffpunkt 11:15 Uhr Eingangshalle Hbf Tübingen (BaWü-Tickets organisieren!)
Mehr Informationen zur Demo: https://bleiberecht.mtmedia.org/2018/09/13/landesweite-demonstration-am-13-oktober-in-karlsruhe/

*Aufruf zur Climate March Demonstration am 20.10.2018 in Tübingen*

In diesem Sommer ist die Klimafrage bei allen angekommen: Absurde Dürren
auch in Deutschland, Warnungen vor Kippmomenten und einer Erderwärmung
um tödliche 5°C, dann die gewaltvolle Räumung des Hambacher Walds. All
das sind bereits Auswirkungen des Klimawandels. Sie lassen uns das
Ausmaß dessen erahnen, was in Zukunft auf uns zukommen wird.

Doch wir lehnen es ab, abzuwarten und in Zynismus zu verfallen!
Klimawandel ist kein Schicksal – Klimawandel wurde und wird nach wie vor
von Menschen gemacht. Paradebeispiel dafür ist die Energiegewinnung aus
Braunkohle: Obwohl es sich dabei um die klimaschädlichste Form der
Stromerzeugung handelt, obwohl sich im Rheinland die größte CO2-Quelle
Europas befindet, obwohl ein schneller Braunkohleausstieg sinnvoll, ja
sogar rentabel gestaltet werden könnte, zögert der Braunkohleweltmeister
Deutschland in diesem Punkt noch immer. Währenddessen heizt sich unser
Planet immer weiter auf und unser Naturerbe wird irreversibel geschädigt.

Aber es sind auch Protest und Alternativen, die von Menschen gemacht
werden. Sei es der jahrelange, hartnäckige, heldenhafte Protest im
Hambacher Forst, sei es die gewachsene Tübinger Initiative: Wo immer
sich lokal Menschen zusammenfinden, um Klimawandel und Profitlogik
entgegenzutreten, tun sie das auch in einem Bewusstsein, dass es um
globale Probleme geht.

Besonders verheerend ist nämlich, dass die Klimakrise vor allem
diejenigen trifft, die am wenigsten dazu beigetragen haben. In
den Ländern des Globalen Südens sind die Auswirkungen des Klimawandels
durch Wetterextreme schon jetzt besonders stark und drängen Menschen in
Armut und Migration. Globale Ungerechtigkeit ist einerseits Teilursache
des menschengemachten Klimawandels, andererseits wird sie durch ihn
immer weiter zugespitzt. Allein deshalb ist unsere politische
Einmischung, die über die Konsumkritik hinausgeht, dringend nötig!

In Deutschland tagt zur Zeit die „Kommission für Wachstum,
Strukturwandel und Beschäftigung“, die als Kohlekommission einen Plan
für den Braunkohleausstieg Deutschlands erarbeiten soll. Neben ihrem
paradoxen Namen weist sie noch weitere Mängel auf: Überwiegend
Wirtschaftsvertreter*innen verhandeln hier mit Politiker*innen. Und auch
wenn Umweltschützer*innen mit dabei sind – diejenigen, die die
Hauptfolgen tragen, weil sie etwa zum ärmeren Teil der Weltbevölkerung
gehören, sitzen nicht mit am Tisch. Doch die Gefahr besteht, dass die
Ergebnisse dieser ‚Kohlekommission‘ weitreichende Bedeutung haben werden.

Wir sehen nur eine Lösung: Die richtige Antwort auf dieses geschlossene,
fehlerhafte, aber möglicherweise bedeutende Gremium muss Transparenz,
Einmischung, Öffentlichkeit sein. Es braucht uns! Es muss jetzt unser
gemeinsames Ziel sein, den Druck aus der Gesellschaft zu erhöhen und
aufrechtzuerhalten, um den Ausstieg aus der Kohle politisch zu
erzwingen. Die Zeit der Zugeständnisse an die Profitinteressen der
einzelnen Konzerne muss ein Ende finden! Die richtigen Entscheidungen,
die allen Menschen auf unserem Planeten eine gute Zukunft ermöglichen,
müssen jetzt getroffen werden!

Dafür gehen Menschen bundesweit auf die Straßen, in Wälder, in
Kohlegruben. Auch in Tübingen schließen wir uns der Klimabewegung an und
demonstrieren gemeinsam am 20.10. für den schnellen Braunkohleausstieg
und eine klimagerechte Welt. Mit Euch?

Teilt unseren Aufruf, werdet Unterstützer*in (siehe
climatemarchtübingen.wordpress.com), und kommt natürlich mit Euren
Freund*innen um 13:00 Uhr auf den Europaplatz!

Wir fordern den sofortigen Ausstieg aus der Braunkohle. Er ist möglich und nötig!

Wir solidarisieren und mit den Besetzer*innen im Hambacher Forst. Wir
verstehen Euren Kampf, er ist unserer!
Wir stehen auf für globale Klimagerechtigkeit und Energiedemokratie. Das
ist eine Welt, in der wir leben wollen!

Ende Gelände Tübingen, 25.09.2018