Ein Brief an das Ract! Festival

*TRIGGERWARNUNG*

Im Folgenden Text wird sexualisierte Gewalt thematisiert. Bitte lese ihn nur, wenn du stabil genug bist. Wenn du dir unsicher bist, kann du ihn z.B. an einem für dich sicheren Ort und zusammen mit einer vertrauten Person lesen.

Die folgende Email wurde Anfang des Jahres von der Unterstützer*innen Gruppe an das Orga-Team des Ract!-Festivals in Tübingen geschickt und später auf der Seite tueinfo veröffentlicht. Da die Seite tueinfo aber nicht mehr existiert, möchten wir dieser Email und den Geschehnissen, mit der Erlaubnis des Unterstützer*innen Kreises, auf unserer Homepage wieder eine Plattform bieten. Weiterlesen

Corona – zwischen Politik und Wissenschaft

Fast 3 Wochen Ausnahmezustand sind vergangen und die Unsicherheit gegenüber den hart ergriffenen Maßnahmen ist deutlich spürbar. Trotz geschlossenen Schulen und Einrichtungen steigt die Zahl der Infizierten weiter. In der globalen Krise kocht jeder wieder sein eigenes Süppchen. Von europäischem Zusammenhalt und Solidarität ist kaum etwas zu spüren. Schaut man nach Ungarn, wo sich das Parlament für Regierungschef Orban aufgelöst hat, wird einem Angst und Bange. Verständlich, dass sich Theorien von kompletter Willkür des Staates im Netz verbreiten. Die Diskussion im Internet reicht von berechtigter Kritik bis hin zu Verschwörungstheorien. [1] Die Politik gibt sich auch nicht die größte Mühe die scharfen Freiheitseinschränkungen zu rechtfertigen. [2] Weiterlesen

Soziale Folgen der Corona-Maßnahmen

Neben der Umwelt- und Klimakrise stellt die Coronakrise die aktuell bedrohlichste Herausforderung für die Menschheit dar, welche es zu lösen gilt. Deshalb vorneweg: alle Maßnahmen, welche bei der Eindämmung dieser helfen und Tote, sowie eine Überlastung des Gesundheitssystem zu verhindern, sind begrüßenswert. Trotzdem ist es wichtig, diese kritisch zu begleiten und deren Folgen zu benennen.

Solidarisch sein, bedeutet nun, alte Gewohnheiten abzulegen und zu seinen Mitmenschen räumlich auf Distanz zu gehen. Hierbei darf nicht vergessen werden, dass ein großer Bestandteil solidarischen Handelns vor den aktuellen Maßnahmen auf genau dem Gegenteil beruhte: auf menschlicher Nähe, räumlicher Erreichbarkeit und einer ausgestreckten Hand.

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Vorläufige Schließung

Hey ihr alle!

Wir hoffen ihr habt es euch zu Hause gemütlich gemacht und verbringt die Tage mit jenen Aktivitäten zu denen man sonst nicht kommt. Sei es ein gutes Buch, Sport oder einfach mal in sich zu gehen. Wir müssen uns leider vorläufig bis Ende der Sommerpause von Gästen und Veranstaltungen verabschieden. Es ist nicht oft genug zu betonen in diesen Zeiten den sozialen Kontakt auf ein Minimum zu reduzieren um unsere Mitmenschen zu schützen!

Jedoch werden wir die Zeit so gut es geht nutzen, jetzt heißt es Platz für ganz viel Kreativität und neue Projekte schaffen! Online werden wir euch weiterhin auf dem Laufenden halten und immer wieder für Input sorgen.

Wir sind zuversichtlich nach der Sommerpause wieder mit fabelhaften Events durchzustarten und diese Krise Stück für Stück hinter uns zu lassen. Zusammen kriegen wir das hin! Ihr wisst was nun zu tun ist. #flattenthecurve

Bleibt gesund & solidarisch, euer Epplehaus

Tübinger Aufruf „Bleiberecht statt Abschiebung“

Wir unterstützen im Bündnis rund um Bündnis Bleiberecht diese Petition – jetzt unterzeichnen!

Seit der Verabschiedung des „Geordnete-Rückkehr-Gesetzes“ im Sommer 2019 setzt die Bundesregierung noch mehr auf Abschiebung als bisher. Von Abschiebung bedroht oder betroffen sind auch viele Geflüchtete, die gut in Deutschland integriert sind und sich in Ausbildung oder Arbeit befinden. Wir fordern einen anderen Umgang mit Menschen, die zur Flucht vor Kriegen, Menschenrechtsverletzungen, Elendsverhältnissen oder Umweltzerstörung gezwungen waren. Statt einer Politik und Verwaltungspraxis, die möglichst hohe Abschiebungszahlen erzeugt, wollen wir, dass jeder Einzelfall wohlwollend auf eine Bleibeperspektive geprüft wird.

Mehr Infos unter:

https://www.openpetition.de/petition/online/tuebinger-aufruf-bleiberecht-statt-abschiebung

 

Nachttanzdemo – Weg mit dem Patriarchat!

Weg mit dem Patriarchat! Infos zum internationalen Frauen- und Queerskampftag am 8. März:

Kommt am Vorabend des internationalen Frauen- und Queerkampftages zu einer queerfeministischen Nachttanzdemo, um die vorherrschenden Verhältnisse anzugreifen und für eine solidarische Gesellschaft einzustehen.
Treffpunkt: Samstag 07.03.2020 um 18 Uhr in der Karlstraße Tübingen

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Info/Demo *Wir stehen zusammen – Solidarität mit der Lu15 und den zwei vom Landgericht*

14.02.2020 | Sternplatz
17:30 Uhr Kundgebung
19:00 Uhr Demo

„Am 04.02.2020 wurde eine Privatwohnung und das Wohnprojekt Lu15 in Tübingen durchsucht.

Insbesondere in der Lu15 trat die Polizei dabei sehr gewalttätig auf und hielt sich in keinster Weise an angeblich geltende Gesetze. Der Durchsuchungbeschluss wurde erst, nachdem vermummte und bewaffnete Polizist*innen längst im gesamten Haus verteilt waren und nach mehrmaligem Drängen kurz vorgezeigt. Menschen wurden zu Boden geworfen, es wurden Zimmer durchsucht, für die es keinen Beschluss gab und eine Brandschutztür zerstört, obwohl ein Schlüssel angeboten wurde. Weiteres zur Hausdurchsuchung findet ihr hier: lu15[punkt]de

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Von Kobanê bis nach Tübingen: Solidarität mit Rojava-Veranstaltungswoche vom 20.-25.01.2020

Am 20. Januar 2020 jährt sich der Beginn der völkerrechtswidrigen türkischen Angriffe auf Afrin, einer von drei selbstverwalteten Kantonen in Nord-und Ostsyrien, zum zweiten Mal. Seit 2014 baut die kurdische Partei der Demokratischen Union (kurz PYD) dort ein alternatives Gesellschaftsmodell basierend auf Frauenbefreiung, Selbstbestimmung und Ökologie auf, das seitdem unter dem Namen „Rojava“ bekannt ist. Die Angriffe erreichten am 9. Oktober 2019 einen erneuten Höhepunkt, als türkische Truppen ihre Angriffe offiziell auch auf andere Teile Rojavas ausweiteten. Hunderte getötete Zivilisten und Zivilistinnen sowie hunderttausende Menschen auf der Flucht sind die schreckliche Folge. Während international oftmals der Eindruck entsteht, das Gesellschaftsmodell Rojava neige sich dem Ende zu, setzt man vor Ort alles daran, die erkämpften Werte zu verteidigen. Anlässlich dessen findet vom 20. bis 25. Januar 2020 eine Veranstaltungswoche in Tübingen und Reutlingen statt, in der die Solidarität mit dem erbitterten Widerstand der Menschen in Rojava ausgedrückt werden soll. Während aller Veranstaltungen werden Spenden gesammelt. Die Einnahmen werden zur Finanzierung der Solidaritätswoche genutzt und sämtliche Überschüsse an medizinische und humanitäre Hilfsorganisationen in Nord- und Ostsyrien weitergeleitet.

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Bundesfreiwilligendienst im Epplehaus

Das Jugendzentrum Epplehaus in Tübingen bietet ab dem 01.03.2019 eine Stelle im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes. Wir suchen für ein halbes Jahr eine_n einsatzfreudige Bewerber_in ab 18 Jahren. Der Besitz eines Führerscheins, generelle handwerkliche Vorkenntnisse auch im Bereich der Veranstaltungstechnik und grundlegende PC-Kenntnisse sind von Vorteil, aber nicht zwingend erforderlich.
 
Wir bieten : einen abwechslungsreichen Arbeitsplatz mit viel Eigenverantwortung, die Möglichkeit zum Erwerb von Kompetenzen in den Bereichen: Büroarbeiten, Homepagebetreuung, Grafikbearbeitung, handwerkliche Tätigkeiten, hausmeisterliche Tätigkeiten, Veranstaltungsbetrieb…
Teilbereiche des Aufgabenfelds können an die individuellen Fähigkeiten der/des Bewerber_in angepasst werden.
 
Wir freuen uns auf deine Bewerbung!
E-mail an: team@epplehaus.de

Solidarität mit dem DemoZ in Ludwigsburg!


„Zum Hintergrund:
 
Das Demokratische Zentrum Ludwigsburg – Verein für politische und kulturelle Bildung (DemoZ) existiert seit 1980 und ist ein selbstverwaltetes soziokulturelles Zentrum mit vielfältigen Angeboten in den Bereichen Kultur und Politik. Das Jahresbudget liegt unter 50.000 Euro und setzt sich aus Mitgliedsbeiträgen, Spenden und staatlichen Zuschüssen zusammen. Die kulturellen Angebote des DemoZ reichen von Konzerten mit Nachwuchsbands über Kabarett- und Theaterabende und Sportgruppen bis hin zu Ausstellungen, Filmvorführungen und Lesungen. Politisch setzt sich das DemoZ unter anderem gegen Rassismus und Antisemitismus sowie für eine solidarische, gleichberechtigte und soziale Gesellschaft ein. In der Satzung des Vereins heißt es: „Der Verein setzt sich für die Demokratisierung der Gesellschaft und die Gleichberechtigung und Selbstbestimmung aller Menschen ein. Er dient der Volksbildung und der Förderung einer offenen demokratischen Diskussion und versucht, konkrete Probleme unserer Gesellschaft sichtbar und öffentlich diskutierbar zu machen.“
 
Das Finanzamt wirft dem DemoZ vor, die in der Abgabenordnung als gemeinnützig anerkannten Zwecke der Förderung von Kultur und (politischer) Bildung nicht „in geistiger Offenheit“ zu verfolgen.“
 
https://www.demoz-lb.de/2019/11/11/pressemitteilung-kulturzentrum-in-ludwigsburg-verliert-gemeinnuetzigkeit